Sachwert

Sachwert

Die Immobilie als Sachwert


Der Erwerb einer Immobilie ist eine emotionale Angelegenheit, natürlich ganz besonders, wenn der Käufer die Immobilie selbst bewohnen möchte. Allerdings ist die Anschaffung auch eine beachtliche Investition. Die Wohnung oder das Haus stellt einen Wert dar, der unabhängig von Geldwertschwankungen, also beispielsweise einer Inflation, ist.


Eine Immobilie ist ein Sachwert der Wertbeständig ist und damit in wirtschaftlich schwierigen oder unsicheren Zeiten eine beliebte Investitionsmöglichkeit darstellt. Gerade Privatleute schätzen ein Haus oder eine Wohnung als Rücklage für das Renten- bzw. Pensionsalter, ganz nach dem Prinzip: Was man hat, das hat man. Eine Immobilie bleibt einem im Gegensatz zu Geldwerten stets erhalten, ganz gleich, wie sich die Wirtschaftslage entwickelt, und bietet somit einen wirksamen Vermögensschutz.


Sachwert = Gebäudewert, Bodenwert, Wert der Außenanlage


Mit dem Sachwert wird der Wert einer Immobilie rein materiell ermittelt. Die Lage des Objekts wird bei der Ermittlung also nicht berücksichtigt. Zur Bewertung gehören neben dem Wert des Gebäudes ggf. noch der Bodenwert sowie der bauliche Wert von zugehörigen Außenanlagen. Für das Gebäude werden die Herstellungskosten zum Bauzeitpunkt ermittelt. Der Zustand sowie das Alter des Gebäudes werden wiederum durch Abschläge berücksichtigt


Die Ermittlung des Sachwerts ist für Kreditinstitute wichtig, wenn es um die Vergabe von Immobiliendarlehen geht. Der Wert der Immobilie ist ein entscheidender Faktor für die Berechnung der monatlichen Belastung für den Kreditnehmer. Die Immobilienbank möchte sich bestmöglich für den Fall absichern, dass der Kreditnehmer den Kredit nicht mehr bedienen kann. Im Extremfall wird die Immobilie veräußert und der Erlös wird für die Tilgung der Restschulden verwendet. Ist allerdings nur ein geringer Erlös zu erwarten, ist das Risiko für die Bank größer – und dem entsprechend höher wird die monatliche Tilgungsrate für den Kreditnehmer angesetzt.

Erlös abhängig vom Markt


Bei der Kapitalisierung einer Immobilie (also dem Verkauf, um einen entsprechenden finanziellen Erlös zu erzielen) gibt es hingegen eine Abhängigkeit zum Immobilienmarkt. Ganz klar: Wenn man eine Wohnung oder ein Haus verkauft, wird man in etwa nur den Preis erzielen können, den der Markt vorgibt. Bei einer großen Nachfrage ist ein deutlich höherer Erlös zu erwarten, bei einer geringen Nachfrage ein entsprechend geringerer. Der große Vorteil ist allerdings in jedem Fall, dass bei einer unbelasteten Immobilie (wenn eventuelle Kredite also vollständig zurückgezahlt sind und auch keine sonstigen finanziellen Belastungen auf der Wohnung oder dem Haus lasten) eine sofortige und gesicherte Liquidität zu erwarten ist. Die Immobilie kann im Bedarfsfall also recht schnell zu Geld gemacht werden.


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