Wohnungsbauprämie

Bausparprämie

Die Wohnungsbauprämie


Wer verzichtet gerne auf einen Zuschuss? Die Wohnungsbauprämie (WoP) ist eine staatliche Zulage, die auf bestimmte Aufwendungen gezahlt wird. Welche Aufwendungen das sind, ist im Wohnungsbauprämiengesetzt festgeschrieben. In der Regel sind dieses Bausparverträge.
Die Prämie kann jede Person erhalten, die 16 Jahre oder älter ist. Das zu versteuernde Jahreseinkommen darf allerdings bei Ledigen nicht über 25.600 Euro liegen und bei Ehepaaren nicht über 51.200 Euro.
(Hier muss man womöglich aufpassen: Das zu versteuernde Einkommen ist nämlich nicht mit dem Bruttoeinkommen zu verwechseln.
Dieses kann deutlich höher liegen. Bei der Berechnung des zu versteuernden Einkommens können vom Bruttoeinkommen abgezogen werden:

- die Freibeträge
- der Haushaltsfreibetrag
- sonstige Beträge, die vom Einkommen abgezogen werden können)

Bei Neuverträgen wird die Wohnungsbauprämie allerdings nur dann gewährt, wenn das Kapital für den Bau, den Kauf oder die Modernisierung von selbstgenutztem Wohnraum verwendet wird.

Wohnungsbauprämie für selbstgenutzten Wohnraum


Die Prämie beträgt 8,8 Prozent auf die Beiträge, die pro Jahr eingezahlt werden. Gefördert werden mit dieser Prämie maximal 512 Euro bei Singles und 1.024 Euro bei Verheirateten.
Förderungsberechtigt sind zum Beispiel:

- Beiträge, die an Bausparkassen gezahlt werden
- Beiträge, die für den ersten Erwerb von Anteilen an Bau- und Wohnungsgenossenschaften gezahlt werden
- Sparverträge, die für die Verwendung zum Bau oder Erwerb von selbst genutztem Wohneigentum verwendet werden
- Sparverträge, die mit Wohnungs- und Siedlungsunternehmen zum Zwecke einer Kapitalansammlung abgeschlossen werden. Auch diese Beiträge (und die Prämien) müssen zum Bau oder Erwerb von selbst genutztem Wohneigentum verwendet werden.

Der Vertag (zum Beispiel der Bausparvertrag, s. o.) muss mindestens sieben Jahre laufen, damit die Wohnungsbauprämie erhalten bleibt. Wird der Vertrag vorher gekündigt, fallen die Zulagen weg. Dieses passiert allerdings nicht, wenn eine vorzeitige Auslösung wegen eines unmittelbaren Wohnungs- oder Hausumbaus vorgenommen wurde. Sonderregelungen gibt es zum Beispiel, wenn der Vertragsinhaber nach Abschluss des Vertrags erwerblos oder erwerbsunfähig geworden ist. Dieses muss allerdings bei Vertragsunterzeichnung festgelegt werden. Gleiches kann für den Ehepartner vereinbart werden.
Übrigens: Die Prämie wurde in den 1950er Jahren vom damaligen Kanzler Konrad Adenauer eingeführt, der so vielen Deutschen wie nur möglich zu einem Eigenheim verhelfen wollte. Seine Begründung: "Hausbesitzer machen keine Revolution."


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